Kamin reinigen
Kaminofen und Kaminscheiben reinigen
Damit Ihr Kamin dauerhaft zuverlässig funktioniert und eine angenehme Wärme abgibt, sollte man den Kaminofen reinigen, und zwar regelmäßig. Beim Heizen entstehen Ruß, Asche und andere Verbrennungsrückstände, die sich im Brennraum, an der Kaminscheibe und in den Ofenrohren ablagern. Wird der Kamin nicht regelmäßig gereinigt, kann dies die Heizleistung deutlich verringern und den Brennstoffverbrauch erhöhen.
Wer seinen Kamin reinigen möchte, sorgt nicht nur für eine bessere Verbrennung, sondern schützt auch die Materialien des Ofens. Ein sauberer Kamin heizt effizienter, zieht besser und sorgt für ein schönes, klares Flammenbild. Gleichzeitig wird die Lebensdauer des Kamins verlängert, da aggressive Rückstände keine Schäden an Schamotte, Metall oder Dichtungen verursachen können.
Auch aus Sicherheitsgründen sollte man den Kamin reinigen nicht vernachlässigen. Ablagerungen können den Rauchabzug beeinträchtigen und die Funktion des Kamins stören. Durch regelmäßiges Reinigen stellen Sie sicher, dass Ihr Kamin optimal arbeitet und Sie die Wärme Ihres Feuers sicher und unbeschwert genießen können.
Übersicht:
Reicht eine Reinigung durch den Schornsteinfeger?
In jedem Bundesland ist gesetzlich festgelegt, wie oft Ihre Heizanlage durch einen Schornsteinfeger überprüft und gewartet werden muss. Diese Überprüfung ist verpflichtend, und Sie sind dazu angehalten, dem Schornsteinfeger Ihrer Wahl den Zugang zu Ihrer Feuerstätte zu ermöglichen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Betriebssicherheit sowie den ordnungsgemäßen Abzug der Rauchgase zu gewährleisten.
Der Schornsteinfeger ist jedoch nicht dafür zuständig, den Kaminofen zu reinigen. Seine Aufgabe beschränkt sich auf die Kontrolle und Reinigung des Schornsteins selbst. Bauteile wie Ofenrohre, Verbindungsstücke, der Brennraum oder die Scheibe des Kamins fallen nicht in seinen Zuständigkeitsbereich. Um eine optimale Heizleistung zu erzielen und mögliche Sicherheitsrisiken zu vermeiden, sollten Sie Ihren Kaminofen regelmäßig reinigen.
Besonders wichtig ist es, die Kaminscheibe zu reinigen, da sich hier schnell Rußablagerungen bilden, die nicht nur die Sicht auf das Feuer beeinträchtigen, sondern auch ein Zeichen für eine unvollständige Verbrennung sein können. Durch regelmäßige Reinigung sorgen Sie für eine effiziente Verbrennung, eine längere Lebensdauer Ihres Kaminofens und ein sicheres Heizverhalten.
Zu Ihrer Sicherheit
Schalten Sie den Kamin vollständig aus, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Außerdem muss der Kamin absolut ausgekühlt sein. Das bedeutet, dass nicht nur die Glut im Inneren vollständig erloschen sein darf, sondern auch alle äußeren Ofenflächen kalt sein müssen. Beim Kamin reinigen besteht ansonsten ein hohes Verletzungsrisiko durch Verbrennungen. Tragen Sie am besten hitzebeständige Handschuhe und vermeiden Sie hastiges Arbeiten. Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen, insbesondere wenn Sie den Kaminofen reinigen und dabei mit Ruß oder Ascheresten in Kontakt kommen.
Wie oft sollten Sie Ihren Kamin reinigen?
Einmal im Jahr sollten Sie Ihren Kaminofen gründlich reinigen und dabei überprüfen, ob eventuell Ersatzteile wie Dichtungen oder Schamottsteine ausgetauscht werden müssen. Ideal dafür ist der Spätsommer, da der Kaminofen zu dieser Zeit meist nicht in Betrieb ist und vollständig auskühlen kann. Wie oft Sie den Kamin reinigen sollten, hängt stark von der Nutzung ab. Bei häufiger Nutzung empfiehlt es sich, kleinere Reinigungsarbeiten regelmäßig durchzuführen. Mindestens einmal pro Woche sollten Sie den Aschekasten leeren und lose Verschmutzungen entfernen, um die Heizleistung zu erhalten.
Regelmäßige Reinigung Ihres Kaminofens
Neben dem Aschekasten und dem Abstauben der Außenflächen gibt es weitere Bereiche, die Sie regelmäßig reinigen sollten. Dazu gehören der Brennraum, die Kaminscheibe und die Ofenrohre. Bevor Sie den Kaminofen reinigen, legen Sie alle benötigten Reinigungsutensilien bereit. Entfernen Sie Gegenstände in der unmittelbaren Umgebung des Ofens und decken Sie empfindliche Oberflächen ab. Beim Kamin reinigen können feine Rußpartikel entstehen, die sich schnell verteilen. Wenn Sie Ihren Kamin häufig nutzen, ist ein spezieller Aschesauger eine praktische und saubere Lösung.
Kaminscheiben reinigen
Um zu verhindern, dass die Kaminscheiben sehr schnell verschmutzen, können Sie das Brennholz möglichst weit hinten im Brennraum nachlegen und darauf achten, die Holzscheite quer im Kamin zu platzieren, anstatt sie mit der Stirnseite zur Scheibe zu legen. So wird verhindert, dass Flammen und Rauch direkt an die Scheibe schlagen. Zusätzlich sollten Sie darauf achten, den Kamin richtig anzuheizen und ausschließlich gut getrocknetes, naturbelassenes Holz zu verwenden. Feuchtes Holz fördert starke Rußablagerungen und macht das Kaminscheibe reinigen deutlich aufwendiger.
Ganz verhindern lässt sich ein dunkler Belag auf der Scheibe jedoch nicht, weshalb es notwendig ist, die Kaminscheibe regelmäßig zu reinigen. Das Kaminscheibe reinigen funktioniert besonders einfach und umweltfreundlich mit kalter Asche, etwas Zeitungspapier und kaltem Wasser. Legen Sie zunächst den Boden unter der Scheibe mit Zeitungspapier oder einem Tuch aus, um Verschmutzungen zu vermeiden. Befeuchten Sie anschließend ein Stück Zeitungspapier leicht mit Wasser, tauchen Sie es in kalte Asche und reinigen Sie die Scheibe mit sanften, kreisenden Bewegungen – ganz ohne chemische Reinigungsmittel.
Nachdem Sie die Scheibe vollständig vom Ruß befreit haben, bleibt häufig ein feiner Schleier zurück. Auch beim Kaminscheibe reinigen lässt sich dieser problemlos entfernen, indem Sie mit einem feuchten Lappen nachwischen. Zum Abschluss polieren Sie die Scheibe mit einem trockenen Tuch oder etwas Küchenrolle, um Schlieren zu vermeiden und wieder einen klaren Blick auf das Flammenspiel zu erhalten.
Kaminofen Innenreinigung
Feuerraum reinigen
Arbeiten Sie sich von innen nach außen. Bei der Reinigung des Innenraumes kann es nämlich dazu kommen, dass das Kaminäußere Aschereste abbekommt. So müssen Sie Außen nicht doppelt putzen.
Um den Kaminofen innen zu reinigen, benutzen Sie einen Aschesauger oder einfach einen Handfeger. Im Feuerraum kann sich allerdings auch Ruß festsetzen, der von der Feuerraumauskleidung entfernt werden muss. Die Ursache für starke Rußentwicklung ist meist feuchtes Holz. Verwenden Sie daher nur gut ausgetrocknetes Holz für Ihren Kaminofen.
Rußablagerungen können Sie mit einem Schürhaken abkratzen und den Feuerraum dann ausfegen.
Ein Aschesauger empfiehlt sich dann, wenn Sie den Kamin häufig benutzen. Den Feuerraum sollten Sie bei der jährlichen Grundreinigung von Rußablagerungen befreien. Wenn die Rußablagerung im Laufe der Heizperiode sehr dick wird, sollten Sie dies nochmal wiederholen.
Um Schamottsteine zu reinigen, können Sie mit einem Spachtel den Ruß vorsichtig abkratzen.
Ofenrohre reinigen
Ein sauberes Ofenrohr ist nicht nur wichtig, um das Feuer ordentlich zum Brennen zu bringen, sondern dient auch Ihrer eigenen Sicherheit. Wenn durch ein verdrecktes Rohr die Gase bei der Verbrennung nicht ordentlich abgezogen werden, kann der Raum in den Wohnraum gedrückt werden. Außerdem kann es zu Rußbrand kommen. Wenn ein Feuer im Kamin nur noch schwelt und nicht richtig brennt, ist dies ein Hinweis auf ein verschmutztes Ofenrohr. Am besten lassen Sie es aber nicht soweit kommen, da es dann oft schon gefährlich werden kann. Sie sollten sich mindestens einmal im Jahr bei der Grundreinigung die Mühe machen, das Rauchrohr und Verbindungsstücke zu reinigen. Die Reinigung ist eine sehr schmutzige Angelegenheit. Schützen Sie sich selbst vor dem Ruß mit Arbeitskleidung und Handschuhen und die Möbelstücke und Böden rund um den Kamin mit entsprechenden Abdeckungen, wie alten Laken. Bei der Reinigung der Rohre empfiehlt sich ein Aschesauger, da er durch seine dünneren Saugrohre gut in das Innere der Rohre gelangen kann. Bei der Demontage des Ofenrohrs holen Sie sich am besten jemanden, der den Aschesauger hält, während Sie das Ofenrohr entfernen. Ihr Helfer kann den herabfallenden Schmutz auffangen, während Sie das Ofenrohr vorsichtig vom Wandfutter entfernen. Anschließend lösen Sie das Rohr vom Ofen und stecken es in eine große, reißfeste Tüte, um es nach draußen zu transportieren. Direkt über der Restmülltonne entfernen Sie dann mit einer Ofenbürste oder einem Schürhaken die groben Rußablagerungen im Ofenrohr. Die restlichen Rückstände entfernen Sie mit einer alten Bürste oder einem Handfeger. Zum Schluss wischen Sie noch mit einem feuchten Lappen durch das Ofenrohr.
Kaminofen außen reinigen
Bei der Reinigung des Ofenäußeren kommt es auf das jeweils verwendete Material an. Einen Stahlkorpus sollten Sie regelmäßig von Staub befreien, da sich dieser beim Erhitzen einbrennen und unangenehme Gerüche entwickeln kann. Nutzen Sie zum Kamin reinigen am besten einen Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Anschließend können Sie die Oberfläche mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Achten Sie darauf, dass das Tuch gut ausgewrungen ist, denn Ofenmaterial darf niemals richtig nass werden.
Beim Kaminofen reinigen ist es besonders wichtig, auf aggressive Reinigungsmittel zu verzichten. Hitzebeständige Ofenmaterialien dürfen nicht durch säurehaltige oder scheuernde Reiniger beschädigt werden. Für die regelmäßige Pflege reichen milde Reinigungsmethoden völlig aus. Haben Sie eine Verkleidung aus poliertem Naturstein wie Marmor oder Granit oder glasierte Kacheln, genügt es, diese vorsichtig mit einem feuchten Tuch zu reinigen. So bleibt die Oberfläche gepflegt und der Kamin optisch ansprechend.
Es gibt auch spezielle Natursteinreiniger. Fragen Sie dazu bei einem Natursteinhändler in Ihrer Nähe nach. Ungeschliffene Steine und Speckstein sind nicht so pflegeleicht. Am besten Sie beseitigen Schmutz und Staub sofort, damit nichts einbrennen kann. Für die Reinigung empfehlen die Hersteller meist spezielle Reiniger. Erkundigen Sie sich am besten bereits beim Kauf nach der Reinigung dieser Materialien.
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