Hefe selbst herstellen aus Kartoffeln, Bier oder Datteln
Für das Backen von Broten, Kuchen oder Pizza wird Hefe benötigt. Wer jedoch weder Frischhefe noch Trockenhefe im Haus hat oder diese nicht kaufen kann, stellt sie aus Kartoffeln und Bier oder als wilde Hefe aus Datteln und Trockenobst selber her. Ebenso können Sie vorhandene frische Hefe und Trockenhefe vermehren. Ein weiterer Vorteil: Hefe aus eigener Herstellung ist deutlich bekömmlicher als industriell hergestellte Produkte, braucht jedoch mehr Zeit für die Gärung. Die folgenden Rezepte zeigen Ihnen, wie Sie Hefe selber machen und vorhandene Hefe vermehren:
Die nach diesen Rezepten hergestellte Hefe reicht für ca. 1 kg Mehl.
Die Kartoffeln gar kochen und schälen. Anschließend die Kartoffeln mit einem Stampfer vollständig zerkleinern oder mit einer Reibe fein reiben und in eine Schüssel geben. Als Nächstes Zucker und Bier hineinrühren und die Masse in ein Glas füllen und mit einem Tuch abdecken. Alternativ eignet sich auch eine abgedeckte Schüssel. Das Behältnis mindestens drei Tage an einem warmen Ort ruhen lassen, bis die Hefe gegärt hat.
Diese Frischhefe ist mehrere Tage im Kühlschrank haltbar.
Tipp: Hefeteig mit dieser alternativen Hefe erhält einen leicht anderen Geschmack als mit klassischer Trockenhefe. Probieren Sie selbst gemachte Pizza oder backen Sie leckeres Kartoffelbrot mit einem Brotbackstein.
Wilde Hefe selber machen mit Datteln
Achtung! Wilde Hefe ist nicht für Schwangere oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem geeignet. Der Grund dafür sind die verwendeten Naturprodukte, wie Honig oder Trockenobst, bei denen nicht feststeht, welche Mikroorganismen sich in ihnen befinden und während der Hefe-Gärung vermehren.
Sterilisieren Sie das Glas im Backofen oder in einem Topf mit heißen Wasser und lassen es vollständig trocknen. Geben Sie das Wasser, die Dattel bzw. das gewünschte Stück Trockenobst und den Zucker hinein und verschließen es. Nun das Glas solange schütteln, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Stellen Sie das Hefewasser im geschlossenen Glas an einen warmen Ort. Die Temperatur sollte zwischen 25° und 28° liegen.
Wichtig: Täglich das Glas öffnen, um die Gase entweichen zu lassen, und zweimal täglich gründlich schütteln, um das Risiko der Schimmelbildung zu senken. Nach mehreren Tagen bilden sich Bläschen und das Hefewasser nimmt eine trübe Färbung an. Nach ca. 8 Tagen lässt die Bläschenbildung nach und die Gärung des Hefewassers ist abgeschlossen. Das Obst wird aus dem Glas entfernt. Die wilde Hefe ist nun gebrauchsfertig.
Vorsichtsmaßnahmen wenn Sie wilde Hefe selber machen
Da es sich hier um wilde Hefe handelt, können sich während der Gärung - trotz der Verwendung eines abgekochten Glases und strenger Hygiene - viele Mikroorganismen vermehren. Riecht das Hefewasser muffig oder stark vergoren, sollte der Ansatz ebenso wie bei Schimmel entsorgt werden und ein neuer Versuch gestartet werden.
Lagerung und Verwendung von Hefewasser
Hefewasser ist im Kühlschrank für mehrere Monate haltbar. Für das Backen gilt die Faustregel: Für 500 g Mehl werden ca. 100 ml Hefewasser benötigt. Ist die Gärung gerade erst abgeschlossen, sollte mehr Hefewasser verwendet werden. Damit die Konsistenz des Teigs stimmt, sollten flüssige Zutaten, wie Wasser, um die Menge an Hefewasser reduziert werden, sonst wird der Hefeteig zu flüssig.
Hefe vermehren
Natürlich lassen sich sowohl die gekaufte frische Hefe als auch die Trockenhefe vermehren: Geben Sie die Zutaten in eine Schüssel kneten Sie aus ihnen einen Vorteig. Je nach Triebkraft der Hefe lassen Sie ihn ca. ein bis zwei Stunden gehen. Der Vorteig sollte an Volumen zugenommen haben. Im nächsten Schritt in kleine Portionen teilen, z. B. in eine Eiswürfel- oder geeignete Gefrierform geben. Eingefroren ist diese Hefe über mehrere Monate haltbar. Um mit ihnen zu backen, entnehmen Sie den Würfel und lassen ihn vollständig auftauen. 1 Würfel dieser Hefe entspricht ungefähr einem Würfel Frischhefe und reicht für ca. 500 g Mehl. Bitte beachten Sie, dass sich die Triebkraft bei vermehrter Hefe unterscheiden kann. Daher empfiehlt es sich, den neu zubereiteten Hefeteig ggf. länger gehen zu lassen.
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